Fussmalerin

Mei-Hui

Chen

Taiwan

Geburtsdatum: 20.08.1956
Mitglied seit: 01.03.2000

Im Alter von drei Jahren wurden die Hände von Mei-Hui Chen nach einer Bluttransfusion bei hohem Fieber in kurzer Zeit vollständig gelähmt. Sie begann, sich mit den Füssen zu behelfen. Damit lernte sie schreiben und malen - anfangs unter grossen Schmerzen. Nichtsdestotrotz machte sie grosse Fortschritte. So kam es, dass sie im Jahre 1988 ein Stipendium der Vereinigung erhielt. Im Jahre 1994 wurde sie assoziiertes Mitglied und im Jahre 2000 Vollmitglied der VDMFK.

Mei-Hui Chen folgt der altöstlichen Kunsttradition in imponierender Bild-Phantasie und Feinheit der malerischen Ausführung. Die Fussmalerin malt gelegentlich auch in westlicher Manier. Ihr ganzes Können zeigt Mei-Hui Chen in den traditionellen Motiven. Ein Vogelpärchen oder etwas auf einem kahlen Ast eines Blütenbaumes sind nur zwei ausserordentliche Beispiele. Ihre bekannten Blütenzweige mit den symbolischen Spruchzeilen drücken eine Lebendigkeit aus, die jede Farbfotografie weit hinter sich lässt. Von besonderer Qualität sind auch ihre Tier- und Landschaftsbilder. Der Hahn auf einem Felsplateau zwischen Bambussträuchern, mit schmetterndem Ruf den Morgen begrüssend; die eleganten Bewegungen der Fische unter Blütenzweigen über dem Wasser; eine Berglandschaft mit einem herabstürzenden Gewässer, alles in Schwarzblau und Beige bis auf die roten Blütenstauden: das hat seinen traditionellen symbolischen Sinn, und man merkt, wie es der Künstlerin die Erfüllung ihrer Welt- und Lebensvorstellungen bietet.

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