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VDMFK-Info 2011

8 Ausstellung in Österreich Foto oben links: Im Vorfeld der Ausstellungseröffnung wurde die VDMFK-Delegation zu einem Empfang von der Vizebürgermeis- terin von Feldkirch, Erika Burtscher, eingeladen. Foto unten links: Vollmitglied Lars Höllerer aus Deutschland anlässlich seiner Maldemonstration, die auf reges Interesse stiess. Foto unten: Die gezeigten Arbeiten der Mund- und Fussmaler stiessen bei den Besuchern auf Begeisterung, so dass auch Fotos davon gemacht wurden. Die Ansprache von VDMFK-Präsi- dent Eros Bonamini anlässlich der Ausstellungseröffnung in Feldkirch im Wortlaut: “Malen ist die schönste und amüsantes- te Tätigkeit, die man ausführen kann. Diese Aussage stellt keine absolute Wahrheit dar, sondern ist meine Mei- nung. Mit dem Pinsel im Mund zu malen oder den Pinsel mit dem Fuss zu führen ist einfach, aber erweckt Stau- nen. Viele Menschen sind der Ansicht, dass dies nicht möglich ist und folglich werden wir als Lügner eingestuft. Die Maldemonstrationen, die dazu dienen, diese Zweifel zu zerstreuen, sind einer der Gründe dieser Ausstellung. Ich schreibe diese Zeilen, um die Bedeu- tung der Vereinigung der Mund- und Fussmaler, der VDMFK, zu erklären. Vor mehr als 50 Jahren hat ein tüchtiger Künstler namens Erich Stegmann die Vereinigung gegründet. Auch er konnte seine Hände aufgrund von Kinderläh- mung nicht gebrauchen. Da er wusste, wie schwierig es für einen schwer be- hinderten Menschen ist, seine Werke zu verkaufen und diese anderen zugäng- lich zu machen, erfand er die Lösung: Die Maler schaffen frei von Zwängen Bilder, die auf Karten und Kalendern reproduziert werden. Diese Arbeiten werden dann verkauft und der Erlös unter den Mitgliedern der Vereinigung aufgeteilt. Eine simple Idee, die diese Menschen, die normalerweise auf die Hilfe des Staates (sofern es diesen gibt) angewiesen sind, zu Personen gemacht hat, die einer Arbeit nachgehen und daher ein Einkommen haben und in der Lage sind, ihre Bedürfnisse zu befriedi- gen. Natürlich haben wir es hier mit einer grossen Veränderung zu tun, die diese armen Kerle in vielleicht unge- wöhnliche Persönlichkeiten verwandelt, die jedoch völlig frei sind und sich in ihrer Wahl nur von ihren Wünschen lei- ten lassen. Ich kenne die Maler und ihre Biogra- phien. Daher ist es für mich einfach, in ihren Bildern das Bekenntnis dieser Menschen oder den Ausdruck ihres Wesens zu erkennen. Ihre spezielle Eig- nung schenkt uns somit einen Hauch zarter Poesie.”