VDMFK - Vereinigung der Mund- und Fussmalenden
Künstler in aller Welt, e. V.

Susana MORENO OROZCO

Geboren am: 15.03.1971
Geburtsort: Los Mochis, Sinaloa, México
Stipendiat der VDMFK seit: 2007
Malart: Mundmaler




Lebenslauf

Ich bin am 15. März 1971 in Los Mochis, Sinaloa, in México geboren. Ich kam zusammen mit meiner Zwillingsschwester zur Welt und gehöre mit meinen Eltern und fünf Geschwistern einer großen Familie an.

Meine Kindheit war voller glücklicher Augenblicke, und obwohl das Einkommen meines Vaters, der Maurer war, nicht hoch war, fehlte es nie am Notwendigen zum Leben. Als ich 15 Jahre alt wurde, verstarb mein Vater, und seitdem war es mein ältester Bruder, der für unseren Unterhalt sorgte. Nachdem ich die Sekundarstufe absolviert hatte, begann ich, als Verkäuferin zu arbeiten, um dabei zu helfen, die Kosten zu Hause zu bestreiten, und setzte meine Schulausbildung nachmittags fort.

Mit 18 Jahren lernte ich meine Verlobten kennen, den ich im folgenden Jahr heiratete. Als ich 20 war, kam meine einzige Tochter zur Welt, an der ich mich zwei Jahre lang unbeschwert erfreuen konnte.

Als ich 22 Jahre alt wurde, fing ich an, ständig körperliche Beschwerden zu verspüren. Permanente Erschöpfung, Muskelschmerzen, Apathie, alles Gebrechen, die für eine junge Frau meines Alters nicht normal sind. Als ich zum Arzt ging und mich anschließend verschiedenen klinischen Untersuchungen unterzog, diagnostizierte man juvenile chronische Arthritis, eine chronische degenerative Krankheit.

Man unterzog mich verschiedenen Behandlungen, aber mit 26 Jahren konnte ich schon nicht mehr gehen und sitze seither in einem Rollstuhl.

Während der ersten Monate meiner Behinderung unterstützte mich mein Ehemann sehr, doch im Laufe der Jahre verhielt er sich zusehends verärgert und aggressiv, bis er uns schließlich verließ und wir ohne moralische und wirtschaftliche Unterstützung zurückblieben. Seitdem lebe ich mit meiner Tochter bei einer meiner Schwestern.

Ein Licht leuchtete auf meinem Weg auf, als ich Perla Fabiola Espinosa Vega kennen lernte, die mit dem Mund malt und bereits Stipendiatin der Vereinigung der mund- und fußmalenden Künstler war. Das war zu Beginn des Jahres 2004. Sie ermunterte mich dazu, in ihrer Wohnung Malunterricht zu nehmen. Nach einigen Monaten wurde ich geschickter darin, die Pinsel mit dem Mund zu führen, und somit erzielte ich auch wesentlich bessere Resultate auf der Leinwand.

Im Januar 2006 schließlich teilte mir Fabis, wie ich sie nenne, mit, wir würden meine besten Bilder an die Künstlervereinigung schicken, um meine Aufnahme zu beantragen. Für mich war das wie ein Traum, denn nach so vielen Jahren der Not war dies ein starker Hoffnungsschimmer.

Ehrlich gesagt hätte ich es mir vor meiner Krankheit nicht einmal im Traum vorstellen können, einmal Malerin zu werden. Ich danke Gott von ganzem Herzen für diese großartige Gelegenheit, ein besseres Leben zu führen, und natürlich meiner „Lehrerin” Fabia, die mein leuchtender Engel war.