VDMFK - Vereinigung der Mund- und Fussmalenden
Künstler in aller Welt, e. V.

Antonio NUÑO SÁNCHEZ

Geboren am: 28.05.1970
Geburtsort: Tepatitlan, Jalisco, Mexico
Stipendiat der VDMFK seit: 1996
Malart: Mundmaler




Lebenslauf

Ich bin am 28. Mai 1970 in der Stadt Tepatitlán, Morelos, Jalisco, geboren.

Meine Eltern heißen Antonio Nuño Hernández und María Sánchez Romero, ich bin der dritte Sohn einer Familie mit neun Geschwistern. Meine schulische Ausbildung endete mit der Grundschule. Meine Behinderung besteht in einer progressiven Muskeldystrophie, die bei meiner Geburt festgestellt wurde und dazu führt, dass ich meine Hände immer weniger bewegen kann.

Ich begann 1993 mit dem inzwischen verstorbenen Herrn José Moreno Hernández zu malen, einem Mundmaler und Stipendiat der Vereinigung mund- und fußmalender Künstler. 1994 hatte ich auf Einladung des Lehrers José Moreno meine erste Malerei-Ausstellung in Tototlán, und später weitere Ausstellungen in Tepatitlán, Guadalajara, im Bundesdistrikt, in Arandas, Ocotlán, Tonalá und La Barca (Jalisco).

1996 wurde ich in die Vereinigung mund- und fußmalender Künstler aufgenommen. Im Jahr 2000 nahm ich an einer gemeinsamen Ausstellung mit allen meinen mexikanischen Malerkollegen teil und hatte dabei das Glück, den Lehrer Rubén Zavala Rodríguez kennen zu lernen, bei dem ich begann, Unterricht zu nehmen. Ich habe gelernt, meine Öltechnik zu verbessern, und zurzeit gibt er mir Unterricht in Aquarell, Kaffee auf Papier, chinesischer Tinte und Acryl. In einem Kurs des Instituto Cabañas in Guadalajara lernte ich die Anwendung der Kohlezeichentechnik.

Im Rahmen der Ausstellungen habe ich Auszeichnungen erhalten. Im Jahr 2003 übergab man mir zusammen mit allen meinen Malerkollegen aus Jalisco und bedeutenden Persönlichkeiten wie María Victoria und Lorena Ochoa einen Preis, den „Pedro Sarquis Merrewe”. Die Übergabe fand im Hotel Hilton von Guadalajara statt.
Mehrere meiner Werke wurden auf von der Künstlervereinigung herausgegebenen Postkarten oder Kalendern abgedruckt. Mein Ziel ist, mich weiterhin zu verbessern. Ich habe bei mir zuhause Personen unterrichtet, die lernen wollen und wertschätzen, was ich trotz meiner Behinderung mache.  
In den Jahren 2008 und 2009 lud die Regierung der Gemeinde, in der ich lebe, uns ein, Workshops in Zeichnen, Aquarell und Kaffee auf Papier zu leiten. Diese Workshops wurden im Rahmen des Programms, das unter der Bezeichnung „Rettung von Park- und Gartenanlagen” bekannt ist, vom Ministerium für soziale Entwicklung SEDESOL und städtischen, bundes- und nationalstaatlichen Regierungen unterstützt.  Ich gab den Workshop zusammen mit meiner Schwester Maria del Carmen, es nahmen 150 Kinder, Jugendliche und Erwachsene daran teil.

Im Dezember 2008 erhielten wir anlässlich der Feier des Internationalen Tages der Behinderten eine bundesstaatliche Auszeichnung. Wir wurden von lokalen Zeitzungen und Zeitschriften wie von der Zeitschrift für kulturelle Entwicklung und der Zeitung „8 Columnas“ interviewt und die Fernsehsender Alteña und TV Azteca berichteten darüber.

Am liebsten male ich alles, was mit dem Landleben zu tun hat, wie Kühe und Pferde, denn ich wuchs in einem Bauerndorf auf und diese Motive empfinde ich als sehr entspannend.