VDMFK - Vereinigung der Mund- und Fussmalenden
Künstler in aller Welt, e. V.

Juan Pablo BURBOA RÍOS

Geboren am: 22.06.1974
Geburtsort: Los Mochis, Sinaloa, México
Stipendiat der VDMFK seit: 2010
Malart: Mundmaler




Lebenslauf

Ich wurde am 22. Juni 1974 in der Stadt Los Mochis, Sinaloa, in Mexiko geboren.

Wenige Tage nach meiner Geburt brachte man mich nach Chinobampo, El Fuerte, Sinaloa, und später dann nach Agiabampo, Sonora, wo ich die Grundschule absolvierte. Von dort aus zogen wir in ein Dorf namens Bacorehuis in Ahome, Sinaloa, wo ich die Sekundarstufe absolvierte und gleichzeitig als Fischer und Taucher arbeitete. Als ich 14 Jahre alt war, kehrten wir in die Stadt Los Mochis, Sinaloa, zurück, wo ich bis heute lebe.
Ich arbeitete als Maurer und im Alter von 16 Jahren heiratete ich meine Frau Ana Luisa Sánchez R., mit der ich das Glück hatte, Vater von zwei Töchtern und einem Sohn zu werden.

Ich war 27 Jahre alt, als meine Arbeiter mich am 1. Mai 2002 um Erlaubnis baten, die Arbeit früher zu beenden, um eine Partie Fußball spielen zu können. Ich brachte sie zum Spielfeld und sah mir das Spiel an. Sie gewannen es und wir fuhren zu einem Kanal zum Baden. Als ich einen Kopfsprung machte, schlug ich mit meinem Kopf auf und meine Freunde mussten mich aus dem Wasser ziehen, denn beim Aufprall hatte ich mir den dritten, vierten und fünften Halswirbel gebrochen und mein Rückenmark verletzt.
Ich wurde in einem öffentlichen Krankenhaus operiert und blieb dort zwei Monate lang. Danach lag ich ein Jahr lang im Bett, ohne mich bewegen zu können. Heute schaffe ich es bereits zu sitzen, doch ich kann weder meine Beine noch meine Arme bewegen. Der Arzt diagnostizierte eine Lähmung aller vier Extremitäten.

Eines Tages besuchte mich Víctor, der Ehemann der Kunstlehrerin Lidia Cháidez, die von der Vereinigung mund- und fußmalender Künstler ein Stipendium erhält. Er lud mich dazu ein, an den von ihr organisierten Mal-Workshops teilzunehmen, bei denen mit einem Pinsel im Mund gemalt wird, und er ermutigte mich dazu, nicht aufzugeben, ein neues Leben zu beginnen und allen, vor allem mir selbst, zu zeigen, dass ich es mit Anstrengung und Durchhaltevermögen schaffen könne.

Ich nahm an ihrem Unterricht teil, und die Malerei sowie das Zeichnen hatten mir eigentlich schon immer Spaß gemacht. Heute bin ich glücklich, denn das Malen gibt meinem Leben einen Sinn.

Ich danke Gott für die neue Gelegenheit, die er mir gibt, und dafür, dass er mich mit Víctor und Lilí zusammengebracht hat. Heute bin ich Stipendiat der Künstlervereinigung, und mein Wunsch ist es, einmal ein professioneller Künstler zu werden.